Geltende Regelungen für die "dezentrale Beseitigung von Regenwasser" in Bayern

 

1. Die Versickerung von ablaufendem Regenwasser von Kupfer- und Zinkdachflächen bis 50 m² (Horizontalprojektion) in unterirdischen Versickerungsanlagen wie Versickerungsschacht und Rigole ist erlaubnisfrei (=gestattet). Bei größeren Dachflächen (z.B. 95 m²) ist eine Ableitung in z.B. 2 unterirdischen Anlagen (Schächten, Rigolen) möglich.

 

2. Die Versickerung von ablaufenden Regenwasser von Kupfer- und Zinkdachflächen bis 1.000 m² je Anlage ist erlaubnisfrei (=gestattet) bei:

 

3. Versickerung in unterirdischen Anlagen (Schächten, Rigolen) nach Vorreinigung in einer nach Art. 41f BayWG der Bauart nach zugelassenen Anlage (Entsprechende Anlagentypen werden derzeit der Zulassungsprüfung vorgestellt).

 

4. Ermittlung der Dachflächen und Dachflächenanteile
Maßgeblich für die Ermittlung der Dachflächen und Dachflächenanteile ist die Horizontalprojektion, also die Dachaufsicht. So werden also nur Anteile an flachen und geneigten Bauteilen bewertet. Alle senkrechten Bekleidungen von z.B. Fassadenelementen und Gaubenwangen werden nicht in die Ermittlung der Flächen eingerechnet.